Spaziergang Herbert Ruland

Die Anzahl der verfügbaren Tickets wird entspr. Corona-Bedingungen 14 Tage vor dem Termin aktualisiert und kann sich dann noch erhöhen.
Wir arbeiten auch an einer technischen Lösung für die Möglichkeit, Tickets per Überweisung zu bezahlen.

Veranstaltung buchen

Schutzgebühr (Coronabedingt) 2 Euro
Verfügbare Tickets: 21
Der Schutzgebühr (Coronabedingt) ist am gewählten Termin bereits ausgebucht. Bitte anderes Datum wählen.

Kinder: bis 12 Jahre
Jugendliche: 13-18 Jahre
Ermäßigt: Schwerbehinderte und Personen, die Transferleistungen (ALG II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz) erhalten.

Spaziergang Herbert Ruland
Serientermin! Bitte den gewünschten Termin bei der Buchung auswählen.
KuKuK Meeting-Point, ehemaliges deutsches Zollhaus

Köpfchen – Grenze seit Menschengedenken: Geschichtlicher Spaziergang

Im Fall von Kriegsereignissen zwischen Nachbarn sind sie die Ersten die hiervon betroffen sind: durchziehende Truppen, Verwüstungen, Einquartierungen, Ablieferung von Lebensmitteln etc. waren und sind an vielen Enden der Welt noch heute an der Tagesordnung.
Auch an der Schnittstelle Köpfchen und in der Umgebung der ehemaligen Freien Reichsstadt Aachen ging es im Lauf der Geschichte ‘drunter und drüber’. Hier ’empfahlen’’ sich u.a. Limburger, Brabanter und Burgunder, Habsburger der spanischen und der österreichischen Linie, niederländische Generalstaatler, republikanische und kaiserliche Franzosen, Preußen und ‘Groß-Deutsche’, US-Amerikaner, die von den Einen als Befreier von vielen der Anderen zumindest zunächst als Besatzer empfunden wurden.
Auf Köpfchen verläuft die Grenze – historisch gesehen zwischen Ost und West – seit Menschengedenken: nur in der Zeit von 1815 (Wiener Kongress) bis 1919/20 (Versailler Vertrag) und 1940-1944 lag die deutsch-belgische Grenze weiter westlich.
Die wechselvolle Geschichte der Region ist hier auf Köpfchen in der Natur konserviert und kann noch heute problemlos besichtigt werden, da sind vor allem:

  • der Landgraben mit Wall und „Harfenbuchen“ als befestigte Grenze der Freien Reichstadt Aachen nach 1439
  • Grenzsteine aus verschiedenen Epochen
  • ein Kreuz, das an einen in der Franzosenzeit hier gemeuchelten Fuhrmann erinnert
  • die skurrilen Zyklopensteine als Touristenattraktion schon Ende des 19. Jahrhunderts
  • diverse Zollanlagen, Häuser auf der Grenze, die zum Schmuggel geradezu einluden und nicht zuletzt die Höckerlinie des Westwalls…

Um all diese Zeitzeugnisse rankt sich viel große Geschichte und auch Geschichten von einzelnen Menschenschicksalen. Davon wird Dr. Herbert Ruland auf dem Rundgang berichtet.

zurück